30 Jahre StadtSeniorenRat Esslingen e.V.
Immer am Puls der Zeit
Stadtseniorenrat feiert 30-jähriges Bestehen
30 Jahre alt und immer am Puls der Zeit. Viele anerkennende Worte waren auf der Geburtstagsfeier des Stadtseniorenrates (SSR) mit zahlreichen Gästen zu hören. “Es geht nicht um Sachen und Projekte, sondern immer um Beziehungen von Menschen”, sagte der Vorstandsvorsitzende Josef Birk zur Begrüßung und verwies auf die zahlreichen Aktivitäten. Im vollbesetzten Saal des Forums erinnerten die Frauen und Männer der ersten Stunde, darunter der damalige Bürgermeister Udo Goldmann, die Leiterin der Altenhilfefachberatung Renate Schaumburg sowie Gründungsmitglied Ingrid Schwörke und einer der ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Joachim Middendorf nicht nur an den nicht ganz einfachen Weg bis hin zur Gründung, sondern auch an die jahrzehntelange, erfolgreiche Arbeit. Der SSR sei damals seiner Zeit weit voraus gewesen und eine Form der Bürgerbeteiligung, die erst Jahre später in die Kommunalpolitik allgemein Einzug gehalten hätte, meinte Goldmann. „Man habe gute Argumente gebraucht, um den Gemeinderat damals zu überzeugen“, fügte Schaumburg an: Wegen der Neutralität und der Nähe zum Menschen brauche man nämlich einen Stadtseniorenrat. Die Redner waren sich einig, dass sich die Aufgaben inzwischen gewandelt haben. Mehrfach wurde auf die Vereinsamung der Menschen hingewiesen. Angesichts der Tatsache, dass 40 % der Bürger in Esslingen einen Migrationshintergrund haben, wünscht man sich in Zukunft mehr Kommunikation zwischen den Kulturen. Sozialbürgermeister Yalcin Bayraktar unterstrich darüber hinaus den erfolgreichen Einsatz des SSR auf politischer Ebene wie bei der Wiedereinführung des Stadttickets. „Es gibt jedoch kein Grund sich zurückzulehnen“, meinte Josef Birk bereits zu Anfang und hatte dabei u. a. die Altersarmut im Blick. Zu einem Geburtstag gehören jedoch nicht nur Reden . Die Gäste freuten sich über die Esslinger Ansichten aus 30 Jahren von den Filmfreunden Esslingen, das musikalische Ständchen von Gerhard Haug und Udo Böhmerle und bei Kaffee und Hefezopf entspannten sich angeregte Gespräche.

Bericht: Sabine Försterling



