Saisonauftakt der SSR-Radler nach Schlierbach am 25.03.2026

Das Jahr 2026 hatte schon schönere und wärmere Tage als an diesem 25. März. Wobei sich die Sonne sowohl am Treffpunkt beim Technoland in Deizisau als auch unterwegs ab und an sehen oder zumindest erahnen lies.<-+

Durch Deizisau und um den Plochinger Kopf ging es sehr leicht voran und entlang der Bahnlinie zwischen Wernau und Wendlingen merkten wir auch warum. Der uns zunächst unterstützende Westwind wurde nun zum Gegenwind, der selbst bei ebener Strecke einen gewissen Krafteinsatz verlangte. Nur gut, dass es beim Anstieg zum Erlenhof wieder nach Osten ging. Auf der Anhöhe erwartete uns Jürgen aus Ötlingen, der als Zehnter die Gruppe komplettierte. Scherzhaft fragte er, ob wir eine Abordnung der französischen Gelbwesten seien – nicht sehr charmant, da wir doch im Gegensatz zu diesen ausgesprochen friedlich unterwegs sind! Als Wiedergutmachung erzählte er uns wenig später vor dem Verwaltungsgebäude der ehemaligen Wernauer Ziegelfabrik u.a., dass diese noch bis 1983 hier am südöstlichen Stadtrand von Wernau Qualitätsziegel gebrannt und weltweit exportiert hat. Jenseits der Kirchheimer Straße fanden wir nach einem kurzen Anstieg rechter Hand die Mariengrotte, die auf Anregung des Pfarrers von St. Magnus nach Kriegsende als Lourdes-Grotte hier errichtet wurde. Gleich nebenan plätschert die Marienquelle gleichmäßig vor sich hin.

Weiter ansteigend führte der Weg hinauf auf den Sulzhau und weiter nach Wellingen, wo sich ein wunderbares Panorama über die Felder und Wiesen auf den Schurwald eröffnete. Durch Feld und Flur erreichten wir den Ortsrand von Schlierbach, folgten ein kurzes Stück der Straße nach Roßwälden auf dem parallel verlaufenden Radweg und gelangten über die Aussiedlerhöfe nach Sulpach und ins Filstal. Leider haben wir nach der Brücke über die B10 den Abzweig auf den Radweg verpasst, so dass wir einerseits durch Ebersbach fahren mussten, und andererseits die superschöne Brücke über die Fils am Beginn des Radschnellwegs RS14 nur aus der Ferne sahen.

Der weitere Weg durch Reichenbach war mehr Pflicht als schön, aber schön hatten wir ja vorher. Da inzwischen aus den einzelnen Regentropfen doch ein Regen zu werden schien, entschlossen wir uns, vor der Weiterfahrt nach Plochingen unter dem Dach einer Tankstelle die Regensachen anzuziehen. Über den Otto-Steg zum Bruckenwasen war es nun nicht mehr weit bis Deizisau und zur Schlusseinkehr in der Rettichbar.

Nach dem Essen hatte der Regen wieder aufgehört und jeder konnte trocken nach Hause fahren.

Wer nicht dabei sein konnte oder sich die Strecke nochmal in Ruhe anschauen will findet sie hier:
https://www.komoot.com/de-de/tour/2808004954

Bericht: Martin Schnaithmann; Bilder: Privat