Wanderung im Sauhag auf den Spuren der Kelten und Römer am 06.05.2026

Das Wetter hat es gut mit uns Wanderern gemeint und leichter Regen setzte erst nach dem Mittagessen ein. Vom Treffpunkt Bushaltestelle Neuhäuserstrasse wanderten wir durch das Denkendorfer Industriegebiet zum Sulzbachviadukt. 1934 bis 1936 wurde die erste  Brücke 365 m lang und 42 m hoch, über die Talmulde mit dem namensgebenden Sulzbach, gebaut. Am 18. April sprengte die Wehrmacht das Bauwerk. 1952 bis 1954 folgte der Wiederaufbau und bei der Erweiterung zu 6 Spuren nochmals 1984 auf den alten Fundamenten. Jetzt ging es weiter den Sulzbach entlang in den Sauhag. Dieser hatte eine wechselhafte Geschichte.  Archäologische Funde zeigen keltische Siedlungen mit vielen Grabhügeln aus der Eisenzeit (ca. 400 v. Chr.). Danach fand man auch Spuren von 3 römischen Gutshöfen und 4 Köpfe des Gottes Merkur aus Sandstein von 40 n. Chr. Nachdem die Römer (25 bis 260 n.Chr.)  den fruchtbaren Filderboden landwirtschaftlich genutzt hatten, verfiel diese Gegend und es breitete sich Wald aus. Im Mittelalter wurde der Wald vom Besitzer Graf Berthold von Hohenberg dem Kloster Denkendorf vermacht. Ab dem 19. Jahrhundert spricht man von dem Staatswald. Wir gehen weiter entlang des Sulzbachs und danach des Rotbachs bis zur Lehmgrube, dann geht es links zurück auf dem Sauhagsträßle vorbei an der Saatschule wieder unter dem Viadukt hindurch zur Einkehr ins Gasthaus Sonnenhof. Beim Mittagstisch konnten wir dann unsere vielen Informationen verdauen.

Bilder: Privat