Radtour des StadtSeniorenRats zum Wäscherschloß am 01.07.2026
Nach der Hitze der vergangenen Wochen war es an diesem Mittwoch richtig angenehm, optimale Radfahrtemperatur. Nur die dunklen Wolken über dem Filstal sorgten für einiges Unbehagen. Mit der Regenbekleidung in den Satteltaschen starteten wir – wie immer gut gelaunt – mit einer Teilbesetzung beim Techno-Land in Deizisau zu unserer 68 Kilometer langen Radtour zum Wäscherschloss. Bei der Archimedischen Schraube neben der Neckarbrücke im Bruckenwasen trafen wir auf die erste Verstärkung. Nach ein paar Erklärungen zu Funktionsweise und Anwendungsgebieten der Archimedischen Schraube, auch Schraubenpumpe genannt, fuhren wir filsaufwärts nach Faurndau. Dabei konnten wir auch gleich den neuen, ca. 1,5 Kilometer langen Abschnitt des Radschnellwegs RS4 südlich von Reichenbach genießen. Zusammen mit dem RS14 sind hier zwischenzeitlich ca. 3,5 Kilometer des Radschnellwegs Göppingen – Stuttgart fertiggestellt. In Uhingen vervollständigten zwei weitere Mitfahrer unsere Gruppe auf ein Dutzend. Als Novum deckten wir jetzt mit einer Altersspanne von 16 bis 83 Jahren vier Generationen ab!
Ab Faurndau ging es auf der Trasse der ehemaligen Hohenstaufenbahn fast unmerklich ansteigend bis nach Wäschenbeuren. Dort verließen wir die Bahntrasse und machten einen Abstecher zur Anfang des 13. Jahrhunderts entstandenen Wäscherburg, besser bekannt als Wäscherschloss, die ursprünglich den Schenken von Schüpf gehört haben soll. Nach einer Legende soll Kaiser Barbarossa auf dem Weg von der Grabstätte seiner Vorfahren im Kloster Lorch zur Burg Hohenstaufen hier gerastet und sich in eine Wäscherin verliebt haben. Ihr habe er daraufhin die Burg Büren geschenkt. Das Ortswappen von Wäschenbeuren leitet sich von dieser Legende her. Die Wirklichkeit ist deutlich weniger romantisch, geht der Name doch auf Konrad von Staufen zurück, der den Beinamen „der Wascher“ trug.
Bei Rattenharz trafen wir auf das Kaisersträßle und kurz darauf auf den Reinhold-Maier Turm, bei dem wir unser Mittagspicknick machten. Der 1916 als Teil der Landeswasserversorgung errichtete 25 Meter hohe ehemalige Pendelturm wurde 2010 zu einem Aussichtsturm mit Aussichtsplattform umgebaut und nach dem ersten Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg, Reinhold Maier, benannt. Die grandiose Aussicht vom Schurwald über die Kaiserberge bis zur Alb entschädigten allemal für die Mühen der 110 Stufen.
Über Oberberken, Schlichten – hier ging’s nochmal kurz knackig bergauf – und Hohengehren folgten wir weiter dem Kaisersträßle und trafen zufällig bei den Schlösslesseen bei Baltmannsweiler auf die an diesem Tag ebenfalls aktive Wandergruppe des StadtSeniorenRats. Nach der Abfahrt durch den Wald hinab nach Altbach gönnten wir uns zum Abschluss dieses anstrengenden aber schönen Tages im Café in Deizisau bei Sonnenschein noch leckere Kuchen und Eiskaffee. Auch soll nicht unerwähnt bleiben, dass es trotz vieler dunkler Wolken trocken blieb und die Regenbekleidung das Licht der Welt an diesem Tag nicht erblickte.
Bericht: Martin Schnaithmann
Bilder: privat
Link zur Tour: https:/www.komoot.com/de-de/tour/2963636991






