SSR-Wanderung am 05.11.2025 von Nellingen zum Kloster Denkendorf
Nahezu 40 Teilnehmer konnten sich kein besseres Wetter wünschen, um von Nellingen entlang des Katzenbachs hinunter zum Körschtal zu gelangen. Jetzt ging es unter der 724m langen Körschtalbrücke hindurch, welche im Taktschiebeververfahren 1993 fertiggestellt wurde, vorbei an Kläranlage und Freibad zur Klosterkirche Denkendorf. Dort wartete vor der Kirche schon Diakon Martin Allmendinger, um uns über die Geschichte des Klosters zu berichten. Der Edelherr (Graf) übergab 1142 seinen ganzen Besitz dem Orden Chorherren zum Heiligen Grab – gedacht, für das Heil seiner Seele und aller Verstorbenen. Im Mittelalter wechselte das Kloster mehrfach den Besitzer und litt besonders unter dem Zwist mit der Reichstadt Esslingen. Die Zeit der Chorherren vom Heiligen Grab endete 1535, als Ambrosius Blarer im Auftrag von Herzog Ulrich die Reformation einführte. Bis 1810 gab es zwei evangelische Klosterschulen (erste von1553 bis 1584 und zweite von 1713 bis 1810). Dann kam das Kloster in Privatbesitz – eine Senfmanufaktur wurde eingerichtet und Klostersenf hergestellt. Schließlich 1972 wurde das Gebäude als Fortbildungsstätte der Evangelischen Kirche genutzt. 2013 wurde beschlossen, das Klostergebäude nach Umbau zur Altenpflege zu verwenden.
Die Kircheneinrichtung macht einen recht schlichten Eindruck, wobei die über 500 Jahre alte aus Holz geschnitzte Kanzel hervorzuheben ist.
Eine Besonderheit ist die Krypta, in der sich die Nachbildung des leeren Grabes Jesu befindet. Ein Besuch dieser Stätte soll als Ersatzbesuch von Jerusalem gelten.
Vollgestopft mit dem vermittelten Wissen ging es jetzt zur Einkehr in die Gaststätte Sonnenhof.






